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Geschäft und Rahmenbedingungen

Allgemeine Konjunkturentwicklung

Die deutsche Wirtschaft profi tierte auch 2005 weiter von einem positiven internationalenUmfeld. Getragen durch den Export lag die gesamtwirtschaftliche Produktion über das ganze Jahr kalenderbereinigt auf dem Niveau des Jahres 2004. Infolge von Verzerrungen durch die unterschiedliche Zahl von Arbeitstagen fi el der reale Anstieg des Bruttoinlandsprodukts mit 0,9% geringer aus als im Vorjahr (1,6%).

Das Preisniveau in Deutschland stieg um 2,0%. Dies ist die höchste Jahresteuerungsrate seit 2001. Neben den Erhöhungen von Tabak- und Kraftfahrzeugsteuer sind vor allem die Energiepreise für die Beschleunigung der Preisentwicklung verantwortlich.

Der private Konsum stagnierte auf dem Niveau des Vorjahres. Vor allem durch die Energieverteuerung und die anhaltend ungünstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bildete der private Verbrauch weiterhin die Schwachstelle der konjunkturellen Entwicklung. Für das Wirtschaftswachstum war der dynamische Außenhandel nahezu allein verantwortlich. Die Exportleistung stieg im Zuge des expandierenden Welthandels real um 6,2%.

Expansion der Weltwirtschaft und Anstieg der Aktienmärkte

Die Weltwirtschaft befi ndet sich trotz der Ölpreisentwicklung weiter auf Expansionskurs und wird nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jahr 2005 um 4,3% wachsen. Wachstumsmotoren der globalen Ökonomie sind die anhaltende Dynamik in China (IWF Schätzung: + 9%) und die robuste Entwicklung in den USA (IWF-Schätzung:
+ 3,5%).

Die US-Notenbank Federal Reserve setzte im Berichtsjahr ihre Zinspolitik der kleinen Schritte aufgrund der anhaltend expansiven Geld- und Finanzpolitik in den USA fort. Der amerikanische Leitzins (Federal Funds Rate) kletterte in acht Schritten jeweils um 0,25% von 2,25% auf 4,25%. Demgegenüber erhöhte die Europäische Zentralbank für die Euro- Zone den Hauptrefi nanzierungssatz im Verlauf des Jahres nur einmal am 6. Dezember 2005 von 2% auf 2,25%.

Die Aktienmärkte entwickelten sich 2005 positiv. Dies spiegelte sich in einem Anstieg der globalen Leitindizes wider. Insbesondere die gute Ertragslage der Unternehmen und das gesamtwirtschaftliche Wachstum ließen die Kurse an den Leitbörsen steigen. Der Deutsche Aktienindex DAX beendete das Jahr 2005 mit einem Plus von 27% bei 5.408 Punkten (XETRA-Schlusskurs). Seinen Tiefstand verzeichnete der DAX am 28. April 2005 mit 4.178,10 Punkten und einem Minus von gerade einmal 0,6% gegenüber dem Jahresbeginn. Sein Jahreshoch erreichte er am 29. Dezember 2005 mit 5.458,58 Punkten und einem Plus von rund 30%.

Der Euro verzeichnete im Jahr 2005 eine Abschwächung von 1,6% gegenüber den wichtigsten Währungen. Besonders hervorzuheben ist dabei der Rückgang gegenüber dem US-Dollar. Anfang 2006 lag der Euro 2,8% unter dem Durchschnittsniveau des Jahres 2005.

Entwicklung der Branche

Markt für Beteiligungsmodelle verfehlt Vorjahresergebnis knapp
Der Markt für geschlossene Fonds in Deutschland hat die Höchstmarke des Jahres 2004 mit EUR 12,30 Milliarden nur knapp verfehlt. Gründe für den Rückgang um gut 4% sehen die Experten in der Abschaffung der verbliebenen Steuervorteile sowie in der Einführung der Prospektprüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die den laufenden Vertrieb im Juli 2005 verzögert hat.

Globale Vermögen der Zielgruppe wachsen
Das Weltwirtschaftswachstum und die steigende Marktkapitalisierung sind die wichtigsten Faktoren für das Wachstum der weltweiten Vermögen der High Net-Worth-Individuals (HNWI's) um 8,2% auf USD 30,8 Billionen in 2004. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren des im Juni 2005 veröffentlichten "World Wealth Report 2005". Das Wachstum beschleunigte sich im Vergleich zu den 7,7% der Vorperiode nochmals deutlich. Mit einem Zuwachs von knapp 10% erhöhte sich die Zahl der HNWI's vor allem in Nord amerika. Dort leben mit nunmehr 2,7 Millionen HNWI's mehr Dollarmillionäre als in Europa, wo im vergangenen Jahr insgesamt 2,6 Millionen HNWI's gezählt wurden. Für die kommenden Jahre erwarten die Experten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des globalen Vermögens von 6,5%. Im Jahr 2009 soll dieses USD 42,2 Billionen erreicht haben.

Nach einer Phase der Konsolidierung der Vermögensstruktur wohlhabender Privatkunden sorgten steigende Aktienmärkte und niedrige Zinsen für ein wiederkehrendes Interesse an Aktien und eine weiter steigende Nachfrage nach renditeorientierten alternativen Investments. Die Dynamik im Markt der geschlossenen Fonds im Jahr 2005 dokumentiert das Vertrauen der Anleger in die sachwert- und renditeorientierten Kapitalanlagen. Der Anteil der alternativen nicht korrelierten Kapitalanlagen stieg von 13% auf 14% des Gesamtportfolios in 2004. Sie bilden nach Aktien (34%) und festverzinslichen Kapitalanlagen bereits die drittgrößte Anlageform der Asset Allocation vermögender Privatkunden.

Die Zahl der deutschen Anleger, die in geschlossene Fonds investierten, erreichte im Jahr 2005 einen neuen Rekordwert. Mit 409.000 Anlegern stieg die Zahl der Zeichner geschlossener Kapitalanlageprodukte im Vergleich zum Vorjahr um 10%.

Der Vertrieb geschlossener Fonds über Banken und Sparkassen weitete sich von einem Anteil am platzierten Eigenkapital in Höhe von 57% im Vorjahr auf 59% aus. Wegen des rückläufi gen Gesamtmarktes wurde dieser Anstieg mit einem in absoluten Größen konstant gehaltenen Platzierungsvolumen erreicht.

Innerhalb der Branche beschleunigte sich im Jahr 2005 nochmals der Trend zu einer weiteren Konzentration. 2004 erreichten 10% der Initiatoren einen Anteil von 67% am platzierten Volumen. Im Berichtsjahr repräsentierte diese Gruppe 80% des Marktvolumens.

Rekordjahr für Schiffsbeteiligungen und Private Equity
Die platzierungsstärkste Produktgruppe bildeten mit einem eingeworbenen Eigen kapital von EUR 4,0 Milliarden im Jahr 2005 unverändert die geschlossenen Immobilienfonds. Der Anteil der Immobilienfonds am platzierten Eigenkapital ging allerdings von 41% im Jahr 2004 auf 33% zurück. Angebote mit ausländischen Immobilien repräsentierten dabei ein Fünftel des Eigenkapitalvolumens.

Der Marktanteil des Geschäftsbereichs Schiffsbeteiligungen ist von 23% im vergangenen Jahr auf 24% im Jahr 2005 leicht gestiegen. Insgesamt flossen EUR 3 Milliarden in diese Beteiligungsmodelle.

Die Belebung des Private Equity-Marktes zeigt sich auch in den Platzierungszahlen des Jahres 2005. Mit EUR 1,4 Milliarden konnten die Private Equity-Fonds ihr Volumen nahezu verdoppeln und ihren Marktanteil von 6% auf 11% steigern.

Die Lebensversicherungsfonds haben ihren Marktanteil von 9% in 2004 auf 12% weiter ausgebaut und bilden eine solide Säule im Produktangebot der geschlossenen Kapitalanlagen. EUR 1,5 Milliarden Eigenkapital wurden in Produkte auf Basis gebrauchter Lebensversicherungspolicen investiert.


Börsengänge rücken Emissionshäuser in den Blickpunkt

Bis zum vierten Quartal des Jahres 2005 war MPC Capital das einzige börsennotierte Emissionshaus in Deutschland. Durch die Börsengänge weiterer Marktteilnehmer erfuhr die Branche eine Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung sowohl bei Kapitalmarktakteuren als auch bei der breiten Öffentlichkeit. Als Marktführer profi tiert MPC Capital von dieser Entwicklung: Einerseits verfügt MPC Capital über eine fünfjährige Erfahrung im Dialog mit dem Kapitalmarkt, andererseits gibt die mit einer Börsennotierung verbundene Transparenz der gelisteten Unternehmen MPC Capital die Möglichkeit einer klaren Differenzierung und Positionierung.

Geschäft des MPC Capital-Konzerns

Das Hamburger Unternehmen entwickelt, initiiert und vertreibt renditeorientierte und steueroptimierte Kapitalanlagen. Das Spektrum reicht von geschlossenen Immobilienfonds über Schiffsbeteiligungen und Lebensversicherungsfonds bis hin zu Private Equityund Investmentfonds. Im Berichtszeitraum diversifi zierten Produktneueinführungen wie der Real Estate Opportunity-Fonds und die Fortrust Anleihen das Leistungsangebot weiter. Die Anlagestrategien orientieren sich bei allen Investments aus dem Hause MPC Capital an den wirtschaftlichen und steuerlichen Voraussetzungen der Märkte sowie an den Bedürfnissen der Anleger.

MPC Capital auch 2005 Gesamtmarktführer
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr positionierte sich die MPC Capital-Gruppe als Marktführer im Bereich der geschlossenen Fonds in Deutschland. Dies dokumentiert die Studie "Marktanalyse der Beteiligungsmodelle 2006" des Fachjournalisten Stefan Loipfinger.

Zwar sank der Marktanteil des MPC Capital-Konzerns gemessen am platzierten Eigenkapital von 8,5% auf 6,7%, das platzierte Eigenkapital von EUR 974 Millionen untermauert jedoch die unangefochtene Marktführerschaft in Deutschland. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Statistik ausschließlich den deutschen Markt betrachtet und bestimmte Produkte der MPC Capital wie beispielsweise die Fortrust Anleihe nicht einbezieht. Das platzierte Eigenkapital des MPC Capital-Konzerns sank gegenüber dem Rekordjahr 2004 (EUR 1.093 Millionen) um 11%. Die bewusste Zurückhaltung bei der Initiierung in den Kern-Produktlinien Immobilienfonds und Schiffsbeteiligungen wurde durch die innovativen Produktneueinführungen nicht gänzlich kompensiert. Innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche zählt MPC Capital zu den führenden Emissionshäusern. Im Bereich der Immobilienfonds und der Lebensversicherungsfonds mit deutschen Policen bleibt MPC Capital der unangefochtene Marktführer. Die Statistik für die Schiffsbeteiligungen und Private Equity-Fonds sieht MPC Capital unter den platzierungsstärksten Emissionshäusern.

Die MPC Münchmeyer Petersen Capital Austria AG konnte ihre Wachstumsgeschichte fortschreiben und 2005 das platzierte Eigenkapital um 16% von EUR 137,7 Millionen auf EUR 157,5 Millionen steigern. Das breite Angebot alternativer Kapitalanlagen sowie die intensive, serviceorientierte Zusammenarbeit mit institutionellen und freien Vertriebspartnern begründen die führende Position der MPC Capital im österreichischen Markt und fanden den Zuspruch der österreichischen Anleger.

Den Schwerpunkt der Aktivitäten der niederländischen MPC Münchmeyer Petersen Capital N.V. bildeten die Bereiche Schiffsbeteiligungen, Immobilienfonds und Private Equity-Fonds. Mit einem Platzierungsvolumen von EUR 72,4 Millionen gegenüber EUR 79,2 Millionen in 2004 sank das eingeworbene Eigenkapital zwar um 9%. Die MPC Capital besetzte aber weiterhin eine führende Position im niederländischen Markt.

Die Geschäfte in der Schweiz ruhten im abgelaufenen Geschäftsjahr unverändert. Die Hanseatische i-Bank AG wies im Berichtszeitraum ein leicht positives Ergebnis aus.

Die im Februar 2005 als 100-prozentige Tochter gegründete MPC Münchmeyer Petersen Financial Services AG, Hamburg, konnte bereits im ersten Rumpfgeschäftsjahr einen positiven Ergebnisbeitrag leisten.