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Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Bei den in den Konzernabschluss der MPC Münchmeyer Petersen Capital AG, Hamburg, einbezogenen Einzelabschlüssen wurden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften zugrunde gelegt, welche nachfolgend weiter erläutert werden.

Alle im Rahmen des so genannten "Improvement Project" des IASB beschlossenen Änderungen bestehender Standards, die für die MPC Münchmeyer Petersen Capital AG relevant sind, haben im Konzernabschluss 2005 Anwendung gefunden.

a) Währungsumrechnungen
Auf Fremdwährung lautende monetäre Vermögensgegenstände und Schulden werden grundsätzlich zum Kassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet und erfasst. Fremdwährungsgewinne oder -verluste wurden weitestgehend saldiert und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Positionen "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

b) Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, mit Ausnahme der folgenden Sachverhalte, planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert der TVP Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH wurde zwischen dem 1. Januar 2000 und dem 31. Dezember 2004 linear abgeschrieben. Hierbei handelte es sich um die voraussichtliche durchschnittliche Restlaufzeit der Fonds zum Zeitpunkt des Erwerbs. Ab dem 1. Januar 2005 wurde der Firmenwert gemäß IFRS 3 nicht mehr abgeschrieben.

Seit dem 1. Januar 2005 werden gemäß den Vorschriften des IFRS 3 ("Unternehmenszusammenschlüsse") und des neu gefassten Standards IAS 36 ("Wertminderung von Vermögenswerten") die Abschreibungen auch auf solche Geschäftswerte bzw. andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer angesetzt, die vor dem 31. März 2004 erworben wurden.

c) Sachanlagen
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß IAS 16, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden im Wesentlichen nach der linearen Methode vorgenommen. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer zwischen zwei und dreizehn Jahren abgeschrieben.

d) Finanzanlagen
Unter den Finanzanlagen bilanzierte Beteiligungen und Anteile an Fondsgesellschaften werden gemäß IAS 39 zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die unter "Anteile an verbundenen Unternehmen" und unter "Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteili gungsverhältnis besteht" ausgewiesenen Finanzanlagen werden trotz einer Beteiligung über 50% abweichend von IAS 27 aufgrund von Unwesentlichkeit nicht konsolidiert, sondern entsprechend IAS 39 mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden entsprechend IAS 28 at equity konsolidiert.

e) Vorräte

Vorräte werden gemäß IAS 2 zu Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt.

Die Projektkosten der am Bilanzstichtag noch nicht vollständig eingeworbenen Fonds werden in Abhängigkeit zum Fertigstellungsgrad abgegrenzt und unter den Vorräten gezeigt. Insoweit liegen Vermögensgegenstände des Konzerns vor, die zu einem späteren Zeitpunkt zu einem fi nanziellen Nutzen führen. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Platzierungsstand zum Bilanzstichtag.

f) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nennwert oder dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Dieser Wert entspricht dem Buchwert.

g) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum beizulegenden Wert bilanziert. Dieser entspricht überwiegend dem Buchwert.

h) Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen Bankguthaben und Kassenbestände und werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Liquide Mittel in ausländischer Währung werden zum Stichtagskurs umgerechnet.

i) Latente Steuern

Entsprechend IAS 12 werden Steuerabgrenzungen nach der "liability method" auf Abweichungen zwischen den Handels bilanzen nach IFRS und den Steuerbilanzen nach nationalem Recht der einbezogenen Gesellschaften vorgenommen, soweit es wahrscheinlich erscheint, dass sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren ausgleicht ("temporary differences").

j) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für das folgende Ge schäftsjahr erfasst.

k) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen ausstehende Verpfl ichtungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritäts zuschlag.

l) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 für rechtliche oder faktische Verpfl ichtungen gebildet, die ihren Ursprung in der Vergangenheit haben, wenn es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfl uss von Konzernressourcen führt und eine zuverlässige Schätzung der Verpfl ichtungshöhe vorgenommen werden kann. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Verpfl ichtungen gegenüber Dritten entsprechend IAS 37.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Rückstellungen für Provisionszahlungen werden in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gezeigt.

m) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rückzahlungsbetrag bewertet.

n) Umsatzrealisation

Erträge des Geschäftsjahres werden unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen sind realisiert, wenn die geschuldete Leistung erbracht worden ist bzw. der Realisation der Zahlungsmittel wirtschaftlich keine Hindernisse entgegenstehen (IAS 18).

o) Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

p) Finanzinstrumente

Der Bestand an originären Finanzinstrumenten (Forderungen, Verbindlichkeiten, liquide Mittel) ergibt sich aus der Bilanz. Es bestehen keine nennenswerten Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten. Für die originären Finanzinstrumente der MPC Münchmeyer Petersen Capital AG, Hamburg, ergeben sich an den Bilanzstichtagen keine besonderen Risiken von wesentlicher Bedeutung.

Darüber hinaus bestehen an den Bilanzstichtagen keine Finanzinstrumente, die zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt werden.

q) Kursdifferenzen

Im Geschäftsjahr wurden die Erträge aus Kursdifferenzen von EUR 4.322 Tsd. aufgrund des wirtschaftlichen Zusammenhangs mit den Aufwendungen aus Kursdifferenzen von EUR 519 Tsd. saldiert; der Differenzbetrag wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.